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Datenart: Tickets und Kundendienst

Ticket- und Supportdaten verkaufen

Ein Ticket enthält eine Aufgabe, den Lösungsweg und das Ergebnis. Damit lassen sich KI-Agenten trainieren und prüfen. Wir anonymisieren Kundendienst-, Service- und Bugtracker-Daten und lizenzieren sie an geprüfte Käufer.

Auf einen Blick

  • Ein Ticket enthält Aufgabe, Lösungsweg und Ergebnis. Damit lassen sich KI-Agenten trainieren und ihre Ergebnisse prüfen.
  • Labelbox sucht ausdrücklich Supportverläufe über mindestens sechs Monate.
  • Gefragt sind Daten aus Kundendienst, IT-Service und Bugtrackern, am besten verknüpft mit CRM und E-Mail.
  • Kundendaten in Tickets werden anonymisiert, vertrauliche Inhalte von Geschäftskunden ausgeschlossen.

Warum sind Ticketdaten für KI-Training wertvoll?

Weil jedes Ticket eine abgeschlossene Aufgabe mit überprüfbarem Ergebnis ist. Genau damit werden KI-Agenten trainiert und bewertet.

KI-Agenten lernen in Trainingsumgebungen, in denen ihr Ergebnis automatisch geprüft wird. Dass Training mit echten Unternehmensdaten wirkt, zeigt eine Fallstudie von Scale AI: Ein Agent, trainiert an Daten einer Versicherung, führte 46,9 % der Datenbankabfragen korrekt aus, das beste Standardmodell 21,9 %.[1] Supportverläufe liefern solche Aufgaben in großer Zahl. Labelbox sucht deshalb gezielt Verläufe über mindestens sechs Monate und stuft systemübergreifende Daten mit Zeitstempeln und Rollen als dringend gefragt ein.[2]

Welche Systeme und Daten kommen infrage?

Alle Systeme, in denen Anfragen mit Lösungsweg und Ausgang dokumentiert sind.

Ticketdaten nach Systemart
SystemartBeispieleWas Käufer daran interessiert
KundendienstZendesk, Freshdesk, ZammadAnfrage, Antworten, Lösung, Ausgang
IT-ServiceServiceNow, Jira Service ManagementStörung, Diagnose, Behebung
BugtrackerJira, GitLab, GitHubFehlerbeschreibung, Reproduktion, Korrektur

Besonders wertvoll sind Tickets, die über Kunden- oder Auftragsnummern mit CRM, E-Mail und Buchhaltung verbunden sind. Ein Beispiel ist der Datensatz einer Filialkette mit 2,6 Mio. Servicetickets auf unserem Marktplatz.

Was bringen Ticketdaten?

Ticketdaten werden meist als Teil eines Firmenbestands lizenziert. Für Unternehmen mit 50 bis 250 Mitarbeitenden nennen Käufer 100.000 bis 1 Mio. US-$.

Die Zahl stammt vom Käufer Replay und gilt für den gesamten Datenbestand eines Unternehmens.[3] Ein umfangreicher, gut dokumentierter Kundendienst über viele Jahre hebt den Wert deutlich. Weitere Preise stehen im Artikel Was ist ein Datenbestand wert?

Was ist rechtlich zu beachten?

Tickets enthalten Kundendaten. Lizenziert wird deshalb nur eine anonymisierte Kopie, und vertrauliche Inhalte von Geschäftskunden bleiben draußen.

  • Anonymisierte Daten fallen nicht unter die DSGVO (Erwägungsgrund 26).[4]
  • Bei Geschäftskunden prüfen wir Vertraulichkeitsklauseln in den Verträgen und schließen betroffene Inhalte aus.
  • Im eröffneten Insolvenzverfahren entscheidet der Verwalter über die Verwertung (§ 80 InsO).[5]

Wie läuft der Verkauf ab?

In vier Schritten. Bis ein Käufer feststeht, verlassen keine Daten das Unternehmen.

  1. 1

    Erstgespräch und Einschätzung

    Sie beantworten neun Fragen zu Branche, Programmen, Datenmenge und Historie oder sprechen direkt mit uns. Wir brauchen dafür keinen Zugriff auf die Daten und geben Ihnen eine erste Einschätzung.

  2. 2

    Datenblatt und Käufersuche

    Wir beschreiben den Bestand ohne Namen, stimmen das Datenblatt mit Ihnen ab und sprechen geprüfte Käufer an. Unternehmen und Verfahren bleiben vertraulich.

  3. 3

    Vergütung und Anonymisierung

    Sobald ein Käufer gefunden ist, vereinbaren wir eine auftragsabhängige Vergütung. Unter Auftragsverarbeitungsvertrag anonymisieren wir den Bestand lokal beim Verkäufer; der Käufer erhält eine Probe unter NDA.

  4. 4

    Lizenz und Übergabe

    Sie geben den Käufer frei, wir übergeben die anonymisierten Daten und löschen anschließend die Zuordnung.

Häufige Fragen

Warum sind Ticketdaten für KI-Training gefragt?

Weil jedes Ticket eine abgeschlossene Aufgabe mit überprüfbarem Ergebnis ist: Anfrage, Lösungsweg und Ausgang. Damit lassen sich KI-Agenten trainieren und ihre Ergebnisse bewerten.

Aus welchen Systemen können Ticketdaten stammen?

Aus Kundendienst-Systemen wie Zendesk, Freshdesk oder Zammad, aus IT-Service-Systemen wie ServiceNow oder Jira Service Management und aus Bugtrackern wie Jira, GitLab oder GitHub.

Was passiert mit Kundendaten in den Tickets?

Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Kundennummern werden durch gleichbleibende Pseudonyme ersetzt, sodass Verläufe nachvollziehbar bleiben. Vertrauliche Inhalte von Geschäftskunden werden vorher ausgeschlossen.

Wie viele Tickets braucht es?

Eine feste Untergrenze gibt es nicht. Labelbox sucht Supportverläufe über mindestens sechs Monate. Je länger der Zeitraum und je mehr Tickets mit dokumentiertem Ergebnis, desto höher der Wert.

Quellen

  1. [1]Scale AI Labs: „Scaling Enterprise Agent Performance with Reinforcement Learning via Verifiable Feedback Loops“, 17. November 2025
  2. [2]Labelbox: „Prism: Data licensing“, abgerufen am 20. Oktober 2026
  3. [3]Replay: „Value my data“, abgerufen am 20. Oktober 2026
  4. [4]EUR-Lex: „Verordnung (EU) 2016/679 (Datenschutz-Grundverordnung)“
  5. [5]Bundesministerium der Justiz: „§ 80 InsO, Übergang des Verwaltungs- und Verfügungsrechts“

Dieser Überblick ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.

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